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Archive for September 2011

Die archäologische Feldforschung konnte planmäßig beendet werden. Nachdem seit August 2009 in mehreren Etappen insbesondere die Nordflanke der Fundstelle untersucht wurde werden nun sämtliche Funde und Befunde ausgewertet. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse ist für 2012 geplant.

Zum Schluss verbleibt noch die angenehme Pflicht einen Dank auszusprechen an die zahlreichen Beteiligten auf der Grabung, während der Auswertung und Restaurierung der Funde sowie für die tatkräftige Unterstützung und Hilfe. Der Kirchengemeinde mit Pfarrer Bernd Heuermann und dem Kirchevorstandsvorsitzenden Peter Bokeloh sowie Reinhold Coenen als Initiatoren und Unterstützer gilt mein ausgesprochener Dank insbesondere für die gute Zusammenarbeit.
Ich danke meinem Grabungsteam ohne die eine so intensive Forschungen in Ankum nicht möglich gewesen wäre: Ingo Jüdes (Techniker), Andreas Niemuth (Techniker), Sabrina Hegenbarth-Jüdes (Bramsche), Louisa Fuhrmann (Wilhelmshaven), Martina Garthaus (Ankum), Ute Gröbe (Dorsten), Joshua Haidinger (Stockstadt am Rhein), Carina Beckmann, Ute Buschmann, Anne Dörbandt, Tim Eggert, Julia Forsmann, Philipp Godulla, Nicole Grunert, Jan-Niklas Tiedemann, Timm Hamann, Laura Haupt, Patricia Hein, Peter Hessel, Nadine Knuck, Hannah Schmitt, Thomas Sturm, Steffi Unland, Robin Veltmann (alle Uni Münster), Christina Schmidt (FSJ Kultur Osnabrück/Uni Freiburg), Simon Haupt, Michael Koch (beide Uni Osnabrück), Birte Driehaus, Sarah Lublasser und Jens Schubert (alle Uni Kiel).
Mein Dank geht auch an Andreas Meyer (Bramsche) stellvertretend für die Arbeiter von der „Brücke“ in Bramsche und deren tatkräftige Unterstützung sowie an den jüngsten Grabungshelfer Thorben Buchholz (Ankum).
Ich danke meinen Kollegen bei der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück, insbesondere Bodo Zehm (Fachdienstleiter), Ulrike Haug (Restauratorin), Wolfgang Remme (Vermessungstechniker) und George Tarek (Archiv).
Ich danke Frau Prof. Dr. Zylla und Frau Strickstrock von der Hochschule Osnabrück für die Materialanalysen an Keramik- und Metallartefakten.
Mein herzlicher Dank geht an Ralf Gramann (Ankum) für die stets prompte und tatkräftige Unterstützung und die ungezählten Stunden mit dem Minibagger.
Schließliche danke ich all jenen ungenannten Ankumern, Interessierten und Besuchern der Ausgrabung für die freundliche Akzeptanz, die anhaltende Neugierde und ihre Unterstützung!

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Die Grabung in Ankum neigt sich dem Ende zu. Bis zum 30. September wird noch geforscht.

Seit dem letzten Eintrag sind noch einige interessante Funde gemacht worden. Wie zum Beispiel ein vergoldeter Zierknopf mit Adlerdarstellung (siehe Foto). Vergleichbare Stücke stammen aus dem frühen 13. Jahrhundert, zur Zeit der Staufer, und wurden stets im Umfeld einer Burganlage entdeckt. Der Ziernagel wurde vermutlich dazu verwendet ein hölzernes Behältnis oder lederne Riemen oder Taschen zu verzieren.

Ein weiterer Grabungsschnitt unmittelbar nördlich des Kirchturms sollte der Frage nachgehen, wie dieses angeblich 1514 errichtete Bauwerk fundamentiert ist. Dabei machten wir eine interessante Entdeckung. In ca. 1,20 m Tiefe konnten wir mindestens zwei Mauerzüge verfolgen, die unter das Mauerwerk des heutigen Turmes ziehen und damit älter als 1514 zu datieren sind. Vermutlich handelt es sich dabei um Relikte einer steinernen Kirche aus dem Hoch- oder Spätmittelalter (siehe Foto).

Mauerstrukturen nördlich des Kirchturms - haben sich hier Reste eines alten Sakralbaus erhalten?

Nördlich der Umfassungsmauer wurde Ende August nochmals ordentlich Erde bewegt. Schnitt 15 konnte erweitert werden und ermöglicht es damit das 2010 entdeckte Grubenhaus mit Ofenanlage nunmehr vollkommen freizulegen und zu dokumentieren. Hier lässt sich auch einwandfrei belegen, dass das alte Grabensystem älter als die Anlage der Grubenhäuser sein muss, die aufgrund der in ihnen gemachten Funde zwischen 850 und 900 datieren.

Etwas weiter östlich und nördlich daran anschließend befindet sich noch ein längerer Grabungsschnitt, den es bis Ende des Monats noch zu untersuchen gilt. Hier befinden wir uns noch nicht auf dem Befundniveau, dies dürfte aber im Laufe der kommenden Woche erreicht sein – erste mittelalterliche Befunde deuten sich durch Konzentrationen von Keramikfunden bereits an.

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