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Archive for April 2013

Die Ausgrabungen in Ankum 2009-2011 mit einer kleinen baubegleitenden Maßnahme in 2012 werden nun abschließend ausgewertet. Der Schwerpunkt der Auswertung liegt dabei auf den hauptsächlich mittelalterlichen Funden. Die wenigen Objekte, die aus der Steinzeit geborgen wurden und diejenigen, die sich nach 1500, in die Neuzeit, datieren lassen werden zu einem späteren Zeitpunkt detaillierter vorgestellt.
Schon jetzt kann das Ergebnis der C14-Datierungen vorweggenommen werden, die im wesentlichen die bisherigen Datierungen, die anhand der gefundenen Tonscherben und Metallobjekte  gemacht wurden, bestätigen aber auch für eine kleine Überraschung sorgten: Die älteste Phase der Besiedlung an der Ankumer Kirchenburg kann nun endlich für die erste Hälfte des 7. Jahrhunderts bestätigt werden. Die markante Grabenanlage, die das untersuchte Gelände von Westen nach Osten durchzieht wurde in dieser Zeit angelegt und gehörte wohl zu einer altsächsischen Hofanlage. Spuren dieser Anlage konnten nur in Form einiger weniger Tonscherben bestätigt werden – vermutlich lag die Hofstelle im Bereich der heutigen St. Nikolauskirche.
Bis Ende April wird die Auswertung der mittelalterlichen Befunde und Funde nach andauern. Dann liegt ein abschließender wissenschaftlicher Grabungsbericht vor, der voraussichtlich 2014 in der Reihe der Materialhefte zur Ur- und Frühgeschichte Niedersachsens erscheinen wird. Die Arbeit wird neben der Grabungsdokumentation zahlreiche vertiefende und weiterführende Beiträge enthalten und eine materielle Grundlage für die Dissertation von Thomas Raimann (Universität Osnabrück) liefern, die sich mit der Herausbildung früher Herrschaftsstrukturen im Osnabrücker Nordland beschäftigt und voraussichtlich ebenfalls in diesem Jahr abgeschlossen sein wird.

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